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Unternehmen setzen auf Energieeffizienz-Netzwerke

Knowhow-Transfer und Erfahrungsaustausch stehen im Vordergrund

Die öffentliche Diskussion und Zunahme von Netzwerk-Gründungen in den vergangenen Monaten haben ihre Wirkung gezeigt: Vorteile und Nutzen der Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk überzeugen immer mehr Unternehmen. Was bislang nur als geeignet für Großindustrie und Konzerne galt, wird zunehmend auch vom Mittelstand als Chance entdeckt.   

Energieeffizienz-Netzwerke (EEN) werden von der Wirtschaft mittlerweile als ein Erfolg versprechendes Instrument anerkannt. Zum einen gilt es, Energieeffizienz-Maßnahmen im Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen einfacher und schneller umzusetzen. Zum anderen soll mit einer Teilnahme erreicht werden, dass die Sensibilität zu den  Themen Energieeffizienz und Klimaschutz im Unternehmen erhöht und das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit gestärkt wird. Die Reduzierung der Energiekosten steht nach wie vor im Fokus. Die Ergebnisse aus anderen Netzwerken sprechen sich rum: eine Einsparung von durchschnittlich zehn Prozent des Energieverbrauchs ist für viele Betriebe im „Alleingang“ viel mühsamer zu erreichen.

Die Entscheidung für eine EEN-Teilnahme wird auf verschiedenen Ebenen getroffen. „Viele Unternehmer und Geschäftsführer sprechen sich aus eigener Überzeugung für ein EEN aus. Aber auch Energiemanager empfehlen ihren Vorgesetzten eine Teilnahme, weil sie in einem Netzwerk Unterstützung für ihre Tätigkeit finden“, weiß Vera Schürmann zu berichten, Geschäftsführende Gesellschafterin der Arcanum Energy. Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen aus Unna begleitet und unterstützt EEN bei der Umsetzung.

Viele Netzwerkteilnehmer und -Interessenten sehen neben dem Erfahrungsaustausch die Chance für wichtige Informationen: neue Techniken, aktuelle Fördermittel und „frische“ Ideen und Impulse für Effizienzmaßnahmen. „Die Einführung und Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001 ist für viele derzeit ein Thema. Auch hierzu erwarten Unternehmen in einem Energieeffizienz-Netzwerk Hilfestellung im Austausch mit anderen“, ergänzt Sefa Arslan, verantwortlich für EEN bei Arcanum Energy. 

„Die Unternehmen müssen nach wie vor von einer Teilnahme überzeugt werden. Schließlich kostet die Netzwerkarbeit Zeit und Geld. Aber sobald die Vorteile und der Nutzen erkannt werden, ist das Interesse bei den meisten sehr groß“, berichtet Arslan weiter. Er spricht aus Erfahrung, denn Arcanum Energy gründet gerade selbst mit der IHK zu Dortmund und den Unternehmerverbänden Dortmund und Umgebung ein solches Netzwerk.

Mittlerweile gibt es unterschiedliche Netzwerk-Formate. Bisher wurden Netzwerke vor allem nach dem LEEN-Standard angeboten. Mittlerweile gibt es Regionen, in denen ein Interessent zwischen mehreren Angeboten auswählen kann. Bei der Bewertung eines Netzwerk-Angebotes zählt nicht nur der Preis. Wesentlich sind die Schwerpunkte der Netzwerkarbeit, die Qualität der energietechnischen Beratung und nicht zuletzt die Teilnehmer: Branche, Höhe des Energieverbrauchs und vorhandene Querschnittstechnologien. Denn der praxisnahe Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander ergänzt durch die fachliche Unterstützung ist die Grundlage eines erfolgreichen EEN. „Genau hier setzen wir mit unserer gr-EEN-Plattform an. Neben den persönlichen Treffen können sich Teilnehmer eines gr-EEN-Netzwerkes über diese Onlineplattform austauschen, Energieeffizienz-Maßnahmen planen und auf Praxisbeispiele zugreifen. Der energietechnische Berater kann zudem Fachfragen schnell und direkt über das Forum beantworten“, erläutert Schürmann.

Ein wichtiges Auswahlkriterium für viele Interessenten sind neben dem Format die handelnden Akteure: Netzwerkträger, Moderator und energietechnischer Berater. „Für die 2 bis 3 jährige Zusammenarbeit erwarten die Unternehmen nicht nur fachliches Knowhow. Auch Vertrauen spielt hier eine große Rolle“, so Arslan. Dabei stoßen Angebote von öffentlichen Einrichtungen, wie Institute, IHK, Verbände oder Energie-Agenturen auf hohe Akzeptanz. Aber auch Energieversorger, besonders Stadtwerke, stehen als Netzwerkanbieter hoch im Kurs. Viele Betriebe stehen heute schon in Sachen Energieeffizienz im engen Austausch mit ihrem Energieversorger. Einige haben sogar die DIN 16247-1 von ihrem Stadtwerk durchführen lassen. „Dieses Vertrauen sehen wir als Steilvorlage. Wir verstehen nicht, dass nur wenige Stadtwerke die  Gründung eines Netzwerkes mit ihren Kunden als Chance ergreifen“, fragt sich Arslan.

Die anfängliche Skepsis gegenüber Energieeffizienz-Netzwerken scheint durchbrochen. Die Experten aus Unna erwarten, dass sich EEN etablieren und Unternehmen, die nicht einem EEN zugehörig sind, eher zur Ausnahme werden. „Viele Unternehmen erkennen, dass der Erfolg der Initiative Energieeffizienz- Netzwerke, 500 Netzwerke bis zum Jahr 2020 zu gründen, ein wichtiger Beitrag zur Einhaltung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie bedeutet“, weiß Schürmann und erläutert abschließend „Die Bundesregierung steht unter Druck. Ist Deutschland noch weit entfernt von den Zielen der CO2-Minderung, wird in Brüssel bereits über eine Verschärfung nachgedacht. Da steht es im eigenen Interesse der Wirtschaft im Rahmen eines EEN selbstverantwortlich CO2-Reduzierungen zu erreichen, anstatt sich später über weitere staatliche Vorgaben zu ärgern.“


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